Künstler Statement
Erik Adam H Groesch
Kunst zu kreieren, die neue Sichtweisen zwischen menschlicher Erfahrung und dem allgegenwärtigen Universum eröffnet, ist meine zentrale Mission.
In meinen Bildern erforsche ich einen stillen Dialog zwischen innerer Erfahrung und dem weiteren Universum.
Zwischen Abstraktion und Surrealismus vertraue ich auf Intuition und den kreativen Prozess. Durch Schichtung, Textur und Komposition wird jedes Werk zu einem offenen Raum – der zur Reflexion, zum Fühlen und zu einer sanften Verbindung über das Sichtbare hinaus einlädt.
Zwischen Landschaft und innerem Raum
Zur malerischen Arbeit ...
Meine Arbeiten bewegen sich im Spannungsfeld von Landschaft, Erinnerung und innerem Raum. Meine Malerei verstehe ich nicht als Abbildung konkreter Schauplätze, sondern als Verdichtung von Atmosphäre, Zeit und Erfahrung. Küstenlinien, Orte oder architektonische Fragmente erscheinen in meinen Bildern nicht als klassische Motive, sondern als stille Träger von Präsenz.
Mein künstlerischer Prozess ist reduziert und konzentriert. Farbe, Fläche und Rhythmus wähle ich bewusst, narrative Eindeutigkeiten vermeide ich. Die Bilder öffnen einen Raum, der sich nicht über Erklärung erschließt, sondern über Wahrnehmung. Betrachtende sind eingeladen, ihre eigenen Erinnerungen und Stimmungen in Beziehung zur Arbeit zu setzen.
Malerei bedeutet für mich ein Weglassen des Überflüssigen zugunsten einer klaren inneren Ordnung. Meine Werke sind ruhig, aber nicht zurückhaltend. Sie behaupten sich durch eine spürbare Präsenz und eine Haltung, die sich dem schnellen Konsum entzieht.
Ich entwickle mein Œuvre bewusst ohne serielle Festlegung. Jedes Werk steht eigenständig und ist zugleich Teil eines größeren Zusammenhangs. Diese Arbeitsweise ermöglicht eine organische Entwicklung, die Kontinuität und Offenheit verbindet.
Die Präsentation meiner Arbeiten in internationalen Kontexten verstehe ich als Erweiterung dieses Dialogs – zwischen Werk, Raum und Betrachter. Die Teilnahme daran sehe ich als Möglichkeit, diese leise, konzentrierte Form der Malerei in einen neuen räumlichen und kulturellen Zusammenhang zu stellen.
Die Abstraktion in meinen Bildern zeigt die direkte Berührung zwischen meiner menschlichen Erfahrung und gelebter Spiritualität. Dabei vertraue ich blind auf meine über Jahrzehnte entwickelten handwerklichen Fähigkeiten. Dieses Vertrauen ermöglicht mir, meinen unterbewusst entstehenden Ideen vollkommen freien Lauf zu lassen – in der Art, wie meine Hände geführt werden und ein Werk intuitiv wächst.
Der Surrealismus ergänzt diese Ebene, indem er den umgekehrten Weg sichtbar macht: spirituelle Erfahrungen oder Visionen werden in meinen Bildern in eine greifbare, menschlich erfahrbare Form übersetzt – als Berührung aus dem Universum.
Über mich...
Mein künstlerischer Weg ist geprägt von einem frühen, sich teilenden Pfad zwischen Musik und bildender Kunst. Über Jahrzehnte hinweg habe ich beide Disziplinen autodidaktisch parallel weiterentwickelt und stets als Symbiose verstanden – sei es in audiovisuellen Konzepten, Covergestaltungen oder freien Arbeiten.
Heute weiß ich, dass ich Künstler bin und warum ich es bin. Jede vollendete Arbeit spiegelt meinen aktuellen, unterbewussten Standpunkt auf meinem Weg durch das Universum wider. Diese Erkenntnis ist die Essenz meiner Neugier und der Motor meines künstlerischen Fortschritts.
So entsteht Kunst, die berührt – und Berührungspunkte schafft zwischen individueller menschlicher Erfahrung und einer allgegenwärtigen Spiritualität.
Erik Adam H Grösch, 2025